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Neudeutsch heißt es "Restless-Legs-Syndrom".
Passender wäre der Name: "das Phänomen der rastlosen Gliedmaßen".
Die Betroffenen leiden unter Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Verzweiflung.
Denn zur Ruhe kommen sie mit RLS nicht: meist fangen schon im Sitzen, spätestens im Liegen die Beine, manchmal auch die Arme an zu rumoren, zu drücken, jucken oder zu zappeln.
Abhilfe gelingt kurzzeitig durch Umherlaufen, Kühlung, Reiben oder Kneten. Zur Ruhe kommt man also nicht.
Oft wird dann eine lange Ursachenforschung betrieben, nach Krampfadern oder Gelenkschäden wird gesucht.
Das RLS ist aber unsichtbar.
Auch gibt es keinen typischen Röntgenbefund, wie bei manchen neurologischen Erkrankungen.
Allerdings lassen sich bei vielen Betroffenen die Zeichen einer Polyneuropathie nachweisen. Mitunter besteht Eisenmangel und Blutarmut. Auch "Verschleisserkrankungen" der Lendenwirbelregion wie Bandscheibenvorfälle begünstigen die Symptomatik.
Die medikamentöse Therapie bringt Linderung, braucht aber ein paar Wochen Zeit, damit sie genau zum Alltag des Patienten passt.
Die verwendeten Mittel sind Parkinsonmedikamente in recht niedriger Dosierung, in leichten Fällen bestimmte kühlende oder örtlich betäubende Salben.
Dann fängt für die Betroffenen oft ein neuer Lebensabschnitt an, "durchschlafen ohne umherzurennen".
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